Der als „Genie am Klavier” gefeierte Arcadi Volodos zählt zweifellos zu den herausragendsten und international interessantesten Pianisten der heutigen Zeit. Ob im Konzert oder auf CD, stets besticht in seinem Spiel jene Mischung aus atemberaubender technischer Virtuosität und ebenso tiefsinniger wie ausdrucksvoller Musikalität.

1972 in St. Petersburg geboren, begann Arcadi Volodos erst 1987 eine ernsthafte musikalische Ausbildung am dortigen Konservatorium und setzte anschließend seine pianistischen Studien am Moskauer Konservatorium bei Galina Egizarowa, später am Pariser Konservatorium bei Jacques Rouvier und in Madrid an der Escuela Superior de Musica Reina Sofia bei Dimitry Bashkirov fort.

Da das Phänomen „Wettbewerb” seiner Vorstellung von Musik gar fremd ist, weigert er sich, an solchen teilzunehmen und verzichtete deshalb zuerst darauf, eine Solisten-Laufbahn einzuschlagen. Seine kometenhafte Karriere begann mit einem glücklichen Zufall: ein führender Mitarbeiter des Labels Sony Classical war 1996 auf einer Geschäftsreise, als ein französischer Freund ihn drängte, sich kurzfristig einen überaus talentierten Pianisten anzuhören, der ihm privat gerne einige Stücke vorspielen würde. Das Vorspiel fand in einem kleinen Haus in Antibes an der Côte d'Azur statt und der Sony Classical Mitarbeiter war so begeistert von dem überragenden Talent von Volodos, dass er ihm sofort einen langjährigen Exklusivvertrag anbot. „Ein solches Talent wie Arcadi Volodos trifft man wohl nur einmal im Leben”, so seine damalige Begründung.

Das erste Album mit spektakulären Transkriptionen „Piano Transcriptions”, die Volodos teilweise selbst geschrieben hat, erschien im Herbst 1997 und sorgte, begleitet von den ersten Live-Konzerten des Pianisten, für unerhörtes Aufsehen. Die CD wurde vielfach ausgezeichnet (Grammophone Editor's Choice, Preis der deutschen Schallplattenkritik u. a.) und begeistert rezensiert: „Ein junger Hexenmeister” (FonoForum), „Volodos hat zweifellos das Zeug zum neuen Horowitz” (Der Spiegel).

Dank des sensationellen CD-Debüts und umjubelter Konzerte erhielt Arcadi Volodos sehr schnell Angebote, Konzerte in den wichtigsten Sälen der Welt zu geben. Seitdem arbeitete er mit weltweit führenden Orchestern und Dirigenten zusammen, unter anderem mit den Berliner Philharmonikern, Münchner Philharmonikern, New York Philharmonic und London Philharmonic Orchestra, sowie dem Israel Philharmonic Orchestra, Chicago Philharmonic, San Francisco Symphony, Boston Philharmonic und Rotterdam Philharmonic Orchestra.

Im Jahre 1999 veröffentlichte Sony Classical Volodos´ sensationelles Carnegie Hall Recital-Debüt aus dem Jahr 1998 „Live At Carnegie Hall”. Auch diese CD wurde international mit etlichen Auszeichnungen bedacht (Preis der Deutschen Schallplattenkritik, Grammophone Award, Echo Klassik 1999). Seitdem erschienen weitere hochgelobte CDs u.a. mit dem Klavierkonzert Nr. 3 von Rachmaninoff mit den Berliner Philharmonikern unter James Levine (Sony Classical SK 64384, Oktober 2000), mit frühen Sonaten von Schubert und Liszt-Bearbeitungen von Schubert-Liedern (Sony Classical SK 84697, Januar 2002) sowie das Klavierkonzert Nr. 1 von Tschaikowsky mit den Berliner Philharmonikern unter Seiji Ozawa (Sony Classical SK 93670, November 2003) . Im Februar 2007 erschien nach fast 4-jähriger Pause die langersehnte neue CD ”Volodos plays Liszt” mit Werken von Franz Liszt, die weltweit von allen führenden Fachzeitschriften als genial und herausragend rezensiert wurde (siehe auch bei Presse) und zahlreiche Auszeichnungen gewann.